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Autorin: Brit Kreutzberger
Lesezeit: ca. 4 min.

Die Pfingstrose – Die Kaiserin der Blumen

(Paeonia)

Die Pfingstrose – oder Päonie – ist zweifellos die Königin des späten Frühlings und symbolisiert Schönheit, Reichtum und weibliches Glück. Ihre spektakulären Blütenbälle, die von Mai bis Juni in Weiß, Rosa, Rot, Violett oder Gelb erstrahlen, sind ein Höhepunkt in jedem Garten.

Geschichte und Herkunft: Vom Götterheilmittel zum kaiserlichen Schatz

Paeonia lactiflora

Die lange Kulturgeschichte der Pfingstrose begann vor über 2000 Jahren in China. Dort war sie zunächst eine wichtige Heilpflanze. Schon in der Jin-Dynastie (ab 265 n. Chr.) wurde sie zur Zierpflanze der Kaiserhöfe und galt als Symbol der Vornehmheit.

Nach Europa gelangte die Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis), auch Bauern-Pfingstrose genannt, bereits im frühen Mittelalter durch Benediktinermönche als Medizinalpflanze und wurde so zur Benediktinerrose. Ende des 18. Jahrhunderts folgten die ersten Sorten der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora), die heute die Basis vieler Züchtungen bilden.

Pflanz- und Pflegetipps: Ein Standort fürs Leben

Pfingstrosen sind langlebige Stauden, die bei richtiger Pflege jahrzehntelang am selben Platz blühen. Sie mögen es gar nicht, umgesetzt zu werden – wählen Sie den Standort daher mit Bedacht!

Paeonia lactiflora, rosa

1. Der ideale Standort

Die Päonie liebt einen vollsonnigen, luftigen Standort, der die Blüten nach Regen schnell trocknen lässt. Strauchpfingstrosen vertragen auch Halbschatten.

Paeonia x suffruticosa, gelb

2. Pflanzzeit im Freiland – Der wichtigste Tipp!

  • Wann? Die beste Pflanzzeit ist der Herbst (September bis Oktober).
  • Wie tief? Das ist das A und O! Die Knospen der Stauden-Pfingstrose (Augen) dürfen nur 2–3 cm mit Erde bedeckt sein. Bei zu tiefer Pflanzung blühen sie nicht! Strauchpfingstrosen hingegen werden tiefer gesetzt, damit die Veredelungsstelle 10–15 cm unter der Erde liegt.
  • Boden: Ein nährstoffreicher, lehmiger, aber gut durchlässiger Boden ist ideal. Schwere Böden unbedingt mit Sand oder Kies auflockern, denn Staunässe ist der Tod jeder Pfingstrose.

Paeonia lactiflora, cremeweiß

3. Pflege und Rückschnitt

  • Gießen: Pfingstrosen sind trockenheitsresistent und müssen nur bei anhaltender Trockenheit gegossen werden – mäßig gießen, um Wurzelfäule zu vermeiden.
  • Düngen: Versorgen Sie die Pflanze im zeitigen Frühjahr mit einem kalium- und phosphatbetonten organischen Dünger (z. B. Hornspäne). Zu viel Stickstoff macht die Pflanzen anfällig.
  • Schnitt: Bei Stauden-Pfingstrosen die Stängel im Herbst bodennah abschneiden, sobald sie vergilbt sind. Bei Strauch-Pfingstrosen nur abgestorbene Triebe entfernen.

Gärtner-Tipp: Große, gefüllte Blüten können Stützen benötigen. Ameisen auf den Knospen sind harmlos, sie naschen nur vom süßen Saft.


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