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Autorin: Brit Kreutzberger
Lesezeit: ca. 3 min.

Osterglocke – Das Gold des Frühlings

(Narcissus pseudonarcissus)

Kaum eine Pflanze signalisiert das Ende des Winters so eindrücklich wie die Osterglocke. Mit ihren leuchtend gelben, trompetenartigen Blüten ist sie nicht nur ein Symbol für Ostern und die Wiederauferstehung, sondern auch ein Zeichen für Optimismus, Neubeginn und Lebensfreude. Sie gehört zur Gattung der Narzissen (Narcissus), deren Name aus der griechischen Mythologie stammt: Der schöne Jüngling Narziss verliebte sich so sehr in sein eigenes Spiegelbild, dass er ertrank, woraufhin die Götter an dieser Stelle die Blume mit dem gesenkten Haupt entstehen ließen.

Von der Antike zur weltweiten Züchtung

Narcissus pseudonarcissus

Die wilde Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) stammt ursprünglich aus Westeuropa (von Portugal bis Deutschland) und Nordafrika. Ihre Beliebtheit reicht bis in die Antike zurück, wo sie nicht nur geschätzt, sondern auch wegen ihrer giftigen Inhaltsstoffe (Alkaloide wie Lycorin) als Heilmittel (z. B. gegen Wunden) eingesetzt wurde.

Heute umfasst die Gattung Narzisse über 24.000 Zuchtformen, die in elf Klassen unterteilt sind. Von der majestätischen Trompeten-Narzisse über zierliche Mini-Sorten bis hin zu gefüllten und duftenden Varianten ist die Vielfalt grenzenlos – doch die leuchtend gelbe Osterglocke bleibt der unangefochtene Klassiker.

In Deutschland stehen wilde Narzissen, die nur noch vereinzelt vorkommen, unter Naturschutz.


Pflanz- und Pflegetipps für ein strahlendes Blütenmeer

Der ideale Standort

Osterglocken sind anspruchslos und gedeihen sowohl in der vollen Sonne als auch im Halbschatten – je sonniger, desto reicher fällt die Blüte aus. Sie wirken besonders gut, wenn sie in großen Gruppen oder zum Verwildern in Rasenflächen gepflanzt werden.

Pflanzzeit und -tiefe

  • Wann? Der optimale Zeitpunkt, die Zwiebeln zu setzen, ist der Herbst (September bis November). Dadurch können sie vor dem ersten Frost ausreichend Wurzeln bilden.•
  • Wie tief? Setzen Sie die Zwiebeln etwa zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch sind. Eine Zwiebel mit 5 cm Höhe sollte also 10 bis 15 cm tief in die Erde.
  • Boden: Ein lockerer, humoser und gut drainierter Boden ist ideal. Schwere Böden unbedingt mit Sand oder Kies auflockern, da Staunässe der größte Feind ist und die Zwiebeln faulen lässt.

Pflege nach der Blüte

  • Blütenstängel entfernen: Schneiden Sie die verblühten Stängel ab, um die Samenbildung zu verhindern, die der Zwiebel unnötig Kraft entziehen würde.
  • Laub stehen lassen: Das ist der wichtigste Pflegetipp! Die Blätter speichern die Energie für das nächste Jahr. Entfernen Sie das Laub erst, wenn es vollständig vergilbt (oft erst Mitte Juni) ist.

Wissenswertes:


Narzissen geben beim Anschneiden einen Schleim ab, der andere Blumen in der Vase welken lassen kann. Stellen Sie sie daher zuerst einen Tag separat ins Wasser!

Narcissus pseudonarcissus 'Little Gem'


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